Verdient Nagl eine Provision für das Murkraftwerk?

Eintrag von Wir Wähler am 16 September 2012 | 0 Kommentare

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Es ist nicht zu übersehen, dass Nagl und seine Clique eine Vorliebe für Großprojekte haben. Verständlich, da es dabei um Unsummen von Geld geht und ein paar Millionen mehr nicht besonders auffallen. 90 Millionen Euro sind veranschlagt aber nach alter österreichischer Tradition kosten öffentliche Projekte immer das Doppelte der Veranschlagung.

Das Murkraftwerk deckt zu den wasserreichsten Zeiten gerade einmal 3% des steirischen Strombedarfes.

Dieses Kraftwerk verringert die Fließgeschwindigkeit. Dadurch ist der einzige ständige Windzug durch Graz weg, wodurch die Luftqualität schlechter wird. Durch das fast stehende Wasser entwickeln sich stinkender Gärschlamm und ideale Brutstätten für Massen an Gelsen.

Die Massen an Bäumen die gefällt werden verschlechtern den Sauerstoffgehalt in der Grazer Luft. Der Naturschaden ist also enorm und Freizeitmöglichkeiten entlang der Mur gehen verloren.

Es gibt großen Widerstand aus der Bevölkerung aber Nagl will dieses Projekt unbedingt und um jeden Preis durchsetzen. Hier bedarf es genauster Transparenz, um den Verdacht, dass Nagl persönlich und vielleicht sogar illegal daran mitverdient, zu 100% nicht aufkommen zu lassen.

90 Millionen Euro (beziehungsweise nach österreichischer Tradition das Doppelte der Veranschlagung) sind so oder so eine schier unvorstellbare Menge Geld. Wenn hiervon ein paar Millionen Euro auf nicht nachvollziehbare Weise verbraucht werden, könnte man das „Beraterhonorar“ verschleiern.

Nagl ist Chef des Grazer Bauamtes. Als solcher und als Bürgermeister ist er mit Leuten aus der großen Bauwirtschaft per Du geworden und eng verbandelt. Politiker schauen immer, dass ihre Partei-, Vereins- , Freimaurer-, Oberlandler- oder Geschäftsfreunde durch Genehmigung oft auch mit öffentlichen Geldern zu noch mehr Geld kommen.

WIR sehen in diesem Kraftwerk mehr Nachteile für die Grazer Bürger als Nutzen. 

WIR wollen eine lückenlose Aufklärung und 100% Transparenz, nicht nur was die Kosten angeht.

Auch wenn das Kraftwerk nicht gebaut wird, ist es strafbar, falls Provisionen hätten fließen sollen.